Frau Königin

L. Greger

Frau Königin, die Liebe wacht,

ich bring' zwei weiße Pferde!

Wir reiten still die ganze Nacht

über die blühende Erde!

Ich war dein treuer Traumgenoss'

in trüben Wintertagen,

nun blüht's, nun komm, ich hab' dein Ross

mit Halmgold leicht beschlagen.

Ein Zauber webt im Wald, gib acht!

Wir wollen leise traben,

dies wilde Herz möcht' eine Nacht

dich und die Waldruh' haben.

Horch, wie ein stiller Atemzug

geht Nachtwind durch die Räume,

und Märchen hat der Wald genug,

und wundersüße Träume!