Heiliges Leid

L. Greger

Es liegt ein reicher Segen im Leid,

weil es von Schlacken die Seele befreit!

Wenn du dem Himmel entgegenreifst,

gläubig die Hand des Vaters ergreifst,

hörst, wie er spricht so liebend und so lind:

„Ich bin dein Vater, du bist mein Kind!

Ich will dich halten in Weh' und Not,

ich bin das Leben; wo ist nun der Tod?

Ob auch dem Auge die Träne entquillt,

ein heil'ges Leuchten sie doch erfüllt.

Wie das rotgoldene Morgenlicht

sich widerspiegelnd im Tautropfen bricht,

so ist der Segen vom heiligen Leid:

Du schaust das Frühlicht der Ewigkeit.