Sommerwald
L. Greger
Wie scheu der Sommerwind im Tannwald geht!
Es ruft vorüber wie von fernem Kinde,
Das in der irren Waldung suchend steht;
Doch summen nur im Sommersäuselwinde
Die Mücken hin... und ihr Gesang verweht...
Lieber Wald!...
Von sieben Zwergen, von Sneewittchen träumt
Der Wandrer, der im Sonnengaukelflimmer
An seiner Tanne viele Stunden säumt:
Ein Hans im Glück, der alles Goldes Glimmer
In einen Quell warf, der im Tale schäumt...
Lieber Wald, o lieber Wald!
Rotkäppchen wandert zierlich durch das Grün.
Am Arm der Kleinen wippt des Körbchens Schwere;
In Blumen greift sie, die am Pfade blühn,
Um jede Dolde, jede fremde Ähre
Muß staunend sie und plaudernd sich bemühn...
Lieber Wald... o lieber Wald!...