Gefunden

L. Keller

Mutter, liebe Mutter du,

lass mich's fürder nicht entgelten,

dass ich von der Arbeit ruh'!

Wirst du Liebe Trägheit schelten?

Loben wirst du meinen Fleiß,

der so lang' das Herz bezwungen.

streicheln mir die Wange heiß,

dass so standhaft ich gerungen.

Wirst mir sagen: Ruh' nur, ruh'

wie in Feierstunden;

selig, selig wer wie du

liebt und Liebe hat gefunden!