Trost

L. Le Beau

Wenn dir die Menschen weh' getan,

so schaue Gottes Werke an;

brich eine Blume frisch betaut,

versenk' dich in des Waldes Laut,

lausch' eines Vögleins frohem Sang,

blick' auf der Wolken stillen Gang,

und alles Weh', so dich beschwert,

es schwindet sacht und ist verklärt.

Wenn dir die Menschen weh' getan,

so geh', sieh' and'rer Leiden an;

und sie zu lindern sei bemüht,

dann kommt dir Frieden ins Gemüt,

dann ist dein Leben nimmer leer,

und deine Bürde drückt nicht mehr.

Ja, Heilung trägt für jeden Schmerz

still in sich selbst das Menschenherz!