Das weinende Mädchen
L. Rakemann
Ich war ein thöricht junges Kind, nie hatt' ich der Liebe genossen, --
Da klagt' ich sehnend in Nacht und Wind und meine Thränen flossen. --
Und ich fand ihn, den ich finden gemußt, sein Arm hielt mich umschlossen:
Da ward mir zu Schmerz die selige Lust und meine Thränen flossen.
Und wieder wach' ich, da Niemand wacht: -- in der Ferne die Wasser gießen: --
Ich bin allein mit der Mitternacht: -- und meine Thränen fließen! --