Abschied

L. Sauer

Reicht mir noch einmal volle Becher

Und spült das Herz mir frisch und klar --

Noch einmal kränzt dem müden Zecher

Mit jungen Rosen Haupt und Haar!

[Dann geht, und horcht nicht vor den Türen,

Denn Abschied nehm' ich von der Welt,

Und will mit einem pokulieren,

Der nach dem Trunk das Glas zerschellt.]

Die Pulse glühn in hast'gem Schlage

Und jubelnd grüße ich die Nacht.

Ersehnter meiner Lebenstage,

Dir sei ein volles Glas gebracht!

Sie, wie die Tropfen purpurn fließen!

Mein Herzblut rollt wie sie so rot...

Magst du von diesem Trank genießen,

So komm mir nach, Genosse Tod!