An Rosa Maria

L. Spohr

Du gabst mir längst dein schönes Herz;

was geb' ich Dir dafür?

Das meine? Das zerriss der Schmerz,

auch strebt es rastlos himmelwärts!

was sollt', was sollt' es Dir?

Die Blüten, die mein Geist gepflegt?

Wie lang sind die geknickt

vom Nord, der scharf die Blätter regt

und an die farb'gen Kronen schlägt

und sie zur Erde bückt.

Mein Sehnen? ach! nicht geb' ich's Dir;

das strebt nach stiller Nacht

und nach dem Grabe für

und zu der offnen Himmelstür,

wo Schmerz nie mehr erwacht,

Doch da blüht still im Morgentau

ein Blümchen, strahlt wie Licht,

das pflück' ich Dir von blum'ger Au',

und leise spricht sein sanftes Blau:

vergiss mein nicht!