Herbst

L. Spohr

Sommer entschwand,

Herbstluft durchwehet das Land,

Nebel bedecken die Weide,

ruhn auf der Heide.

Leben und Tod

ringen in Ängsten und Not,

Gräber beim Totengeläute,

nehmt eure Beute.

Nimm auch o Grab,

was ich noch Eiteles hab,

dass ich zum kräftigen Leben

mich kann erheben!

So nur erwacht

Lenz mir bei sinkender Pracht,

der in dem Herzen erblühet

und nie entfliehet.