Immer dasselbe!

L. Spohr

Es wogt wie steigende Wellen

im Herzen hin,

und sehnende Wünsche schwellen

den kranken Sinn.

Es pocht mit ängstlichen Schlägen

das arme Herz,

es möchte zur Ruhe sich legen

mit seinem Schmerz.

Es kennt kein ander' Verlangen,

als Frieden still,

wer ist's, der dem Herz, dem bangen,

ihn wehren will?

Längst hat es ja dem entsaget,

was es gewollt,

es hat nicht einmal geklaget,

wie es gesollt.

Und doch kann es Ruh' nicht finden,

die ihm gebricht;

ein Herz kann nur überwinden,

vergessen nicht!