Der Herbst ist kommen

L. von Erlanger

Der Herbst ist kommen. Über Land und Stadt

Des ewigen Vergehens Seufzer schwanken,

Da fand ich wieder manch' vergilbtes Blatt,

Drauf ich gekritzelt meine Lenzgedanken.

Der Windhahn ächzt, ein grauer Nebel tropft

Herab auf die verhüllte Bergesgegend,

Das welke Laub an meine Scheiben klopft,

Im Wirbeltanz des Windes sich bewegend.

Und doch wird mir, als käme Lerchenschlag

Herabgethaut auf meine Jugendpläne

Und hallte leise durch den grünen Hag

Das alte Lied von der verlornen Thräne.