An der Riviera
L. Wallbach
Mit schattigem Kastanienwalde
Senkt sich vom Apennin die Schlucht;
Oliven schmücken vorn die Halde,
Limonen reifen an der Bucht;
Ein dunkles Kloster ragt zur Seite
Des Wegs, verhüllt mit Blüthenschnee --
Vor uns in ungemess'ner Weite,
Ein glatter Spiegel, ruht die See.
Es stört die Welt mit keiner Kunde
Dies reizende Begrabensein;
Wir zählen weder Tag noch Stunde,
Und wie im Traum nur fällt mir ein,
Daß über'm Berg dort mit den Pinien
Die Heimath liegt, an der ich hing,
Eh' ich im Frieden dieser Vignen
In deinem Arm verloren ging.