Mir ist so wohl in deiner Nähe
L. Witt
Mir ist so wohl in deiner Nähe,
so weh', wenn fern' ich von dir bin,
und wo du weilst und wo ich stehe,
zu dir flieht all mein Denken hin.
Ach, dürft' ich ewig bei dir bleiben,
es hielt' mich ewig dieser Ort;
doch sieh', des Lebens Wogen treiben
mich wie ein leichtes Blättchen fort.
Den Pilgerstab in müden Händen
folg' ich mit Tränen dem Geschick,
wohin die Pfade sich auch wenden,
mein Herz, es bleibt bei dir zurück.
Im Morgenschein, im Abendlichte
steht dein geliebtes Bild vor mir,
und was ich träume, was ich dichte,
ist ewig Traum und Lied von dir.