Harmonie des Abends
Leif Thybo
Es naht sich der Abend mit düsterem Schweigen,
Den zitternden Blüten ein Weihrauch entquillt;
Die Luft ist mit kreisenden Düften erfüllt.
O schmerzlicher Walzer, o schmachtender Reigen!
Den zitternden Blüten ein Weihrauch entquillt;
Wie ein Herz, das gekränkt ward, erbeben die Geigen,
O schmerzlicher Walzer, o schmachtender Reigen!
Ernst prangt wie ein Altar des Äthers Gefild.
Wie ein Herz, das gekränkt ward, erbeben die Geigen,
Wie ein Herz, dem es bangt, wenn der Tag sich verhüllt;
Ernst prangt wie ein Altar des Äthers Gefild.
Die Sonne, sie scheint sich verblutend zu neigen.
Ein Herz, dem es bangt, wenn der Tag sich verhüllt,
Sucht Strahlen, die aus der Vergangenheit steigen.
Die Sonne, sie scheint sich verblutend zu neigen.
Gleich einer Monstranz in mir leuchtet dein Bild.