Am Ufer

Léo Sachs

Zu zweit am Ufer des Flusses sitzen, der vorüber

ihn fließen sehen

zu zweit der Wolke zuschauen,

wie sie in den leeren Raum gleitet,

wenn am Horizont ein Kamin raucht,

ihm beim Rauchen zuschauen,

wenn in unsrer Nähe eine Blume ihren Duft verströmt,

ihn einsaugen,

am Fuß der Weide, wo das Wasser gurgelt,

zuhören wie es gurgelt,

nicht merken solange dieser Traum andauert,

wie die Zeit vergeht.

Sondern nur tiefe Leidenschaft empfinden,

sich anbeten,

ohne jegliche Sorge um die Streitigkeiten der Welt,

sie ignorieren,

und allein zu zweit angesichts alles dessen, was sich

erschöpft, nicht müde werden,

die Liebe fühlen, die trotz allem, was vergeht,

überhaupt nicht vergeht.