Im Herbste

(Leopold) Heinrich (Picot de Peccaduc), Freiherr von Herzogenberg

Ernst ist der Herbst.

Und wenn die Blätter fallen,

sinkt auch das Herz

zu trübem Weh herab.

Still ist die Flur,

und nach dem Süden wallen

die Sänger, stumm,

wie nach dem Grab.

Bleich ist der Tag,

und blasse Nebel schleiern

die Sonne wie die Herzen, ein.

Früh kommt die Nacht:

denn alle Kräfte feiern,

und tief verschlossen ruht das Sein.

Sanft wird der Mensch.

Er sieht die Sonne sinken,

er ahnt des Lebens

wie des Jahres Schluß.

Feucht wird das Aug',

doch in der Träne Blinken,

entströmt des Herzens

seligster Erguß.