Gibt es wo einen Rasen grün
Liszt, Franz
Gibt es wo einen Rasen grün,
feucht von perlendem Regen,
wo Blumen, die nimmer verblühn,
duften süß dir entgegen,
wo da stehen in Fülle reich
Lilie, Geißblatt, Veilchen weich,
dir zum Pfad gäb' ich ihn gleich,
deinen Fuß zu hegen.
Gibt es wo enen Liebestraum,
der, voll wonnigem Segen,
wenn ein Glück du empfunden kaum,
neue Lust will erregen;
einen Traum von schönrem Stern,
wo nicht Seele der Seele mehr fern,
o, dir zum Hort gäb' ich ihn gern,
um dein Herz zu hegen.