Verlassen
Liszt, Franz
Mir ist die Welt so freudenleer,
so kalt als sollte nimmermehr
die Sonne wieder scheinen;
seit ich sein Auge nicht mehr seh',
ist mir im Herzen gar zu weh,
ich weine, ach, muß weinen.
Weiß nicht, was ihn zum Wandern trieb,
weiß nur, daß ich verlassen blieb
zum Trauern und zum Leiden;
weiß nur, daß ich bis an das Grab
ihn ewig lieb im Herzen hab',
ich weine, ach, muß weinen.
Und wenn die Sonn' im Morgen steigt,
und wenn der Tag zum Schlummer neigt,
zum Himmel will ich weinen,
daß er mir einst ihn wiedergibt,
der mir das Herz so schwer betrübt,
ich weine, ach, muß weinen.