Der Ritterschwur

C. Loewe

Als ich, ein Knabe noch, das heil'ge Land zuerst

vom hohen Schiff ersah, da netzte Tränentau

das Auge mir; denn ach, der Vater fiel

im heil'gen Kampfe dort.

Als sich auf heil'ger Flur der Jünglingsarm gestählt

und Schwerter mutig schwang und Schlachten kräftig schlug,

da herrschte fest und kühn der stolze Blick umher,

verlangend Männertat.

Und als im Männerbund des Innern wilde Kraft

zur Klarheit aufgedieh, schwur ich, den Blick auf Gott,

in meinem Herzen mir den unverletzten Schwur

der Ehr' und Rittertreu'.