Wolkenbild

C. Loewe

Es lag auf meiner Stirn einst eine Wolke

so schwer und trüb, seit vielen, vielen Tagen.

Brach auch ein Sturm herein, er konnte nimmer

mit seinem Hauch die Wolke mir verjagen.

Da kamst Du! da kamst Du! Deiner Blicke helle

strahlen mir wärmend in die tiefste Seele drangen,

und ich, ich fühlte selig jene Wolke,

als lichte Tropfen mir am Auge hangen.