Der Himmel hat eine Thräne geweint

Ludolf Waldmann

Der Himmel hat eine Thräne geweint,

Die hat sich in's Meer zu verlieren gemeint.

Die Muschel kam und schloß sie ein:

Du sollst nun meine Perle sein.

Du sollst nicht vor den Wogen zagen,

Ich will hindurch dich ruhig tragen.

O du mein Schmerz, du meine Lust,

Du Himmelsthrän' in meiner Brust!

Gieb, Himmel, daß ich in reinem Gemüthe

Den reinsten deiner Tropfen hüte.