Hell in's Fenster scheint die Sonne
M. Hauptmann
Hell in's Fenster scheint die Sonne,
Scheint in's Herz mir Himmelswonne;
Und was kalt ist, dumpf und weh,
Thaut sie weg, wie Eis und Schnee.
Winter weint die hellsten Thränen,
Und ich fühle Frühjahrssehnen,
Kinderfreude, frisch wie Thau,
Lacht mir aus dem Himmelsblau.
Noch ist's Zeit für Glück und Wonne,
Komm herein, o Frühjahrssonne!
Lächle mir die Seligkeit,
Tief in's Herz! noch ist es Zeit!