Aber der Wissende...

M. Jarrell

Verweilung, auch am Vertrautesten nicht,

ist uns gegeben; aus den erfüllten

SYSTEMBildern stürzt der Geist zu plötzlich zu füllenden; Seeen

sind erst im Ewigen. Hier ist Fallen

das Tüchtigste. Aus dem gekonnten Gefühl

überfallen hinab ins geahndete, weiter.

Dir, du Herrlicher, war, dir war, du Beschwörer, ein ganzes

Leben das dringende Bild, wenn du es aussprachst,

die Zeile schloß sich wie Schicksal, ein Tod war

selbst in der lindesten, und du betratest ihn; aber

der vorgehende Gott führte dich drüben hervor.

O du wandelnder Geist, du wandelndster! Wie sie doch alle

wohnen im warmen Gedicht, häuslich, und lang

bleiben im schmalen Vergleich. Teilnehmende. Du nur

ziehst wie der Mond. Und unten hellt und verdunkelt

deine nächtliche sich, die heilig erschrockene Landschaft,

die du in Abschieden fühlst. Keiner

gab sie erhabener hin, gab sie ans Ganze

heiler zurück, unbedürftiger. So auch

spieltest du heilig durch nicht mehr gerechnete Jahre

mit dem unendlichen Glück, als wär es nicht innen, läge

keinem gehörend im sanften

Rasen der Erde umher, von göttlichen Kindern verlassen.

Ach, was die Höchsten begehren, du legtest es wunschlos

Baustein auf Baustein: es stand. Doch selber sein Umsturz

irrte dich nicht.

Was, da ein solcher, Ewiger, war, mißtraun wir

immer dem Irdischen noch? Statt am Vorläufigen ernst

die Gefühle zu lernen für welche

Neigung, künftig im Raum?