Julinächte
M. Lewandowsky
Wie ich euch hasse, ihr Nächte voll Duft
Mit dem schweren, trunkenen Odem,
Mit der weichen, sehnsuchtsschwangeren Luft
Und dem schwülen, betäubenden Brodem!
Wo ihr ein einsames Herze wißt,
Da drängt ihr und schmeichelt, droht und küßt,
Bis es verloren, verdorben ist.
Lieder, die die Sehnsucht sann,
Schleier, die die Sünde spann,
Blumen, die dem Sumpf entblühten,
Flammen, die im Abgrund glühten,
Bringt ihr mit als Hochzeitsgaben,
Schenkt ihr denen,
Die in Thränen
Euch sich hingegeben haben.