Da unten ist Friede
M. Reger
Da unten ist Friede im dunkeln Haus,
Da schlummert der Müde, da ruht er aus.
Und schlief er im Schimmer des Abends ein,
Es wecket ihn nimmer der Frühe Schein!
Wen aber gemieden ersehnte Ruh',
Hier schließt er zum Frieden sein Auge zu:
Wer nächtliche Stunden im Gram durchwacht,
Tief schläft er da unten in stiller Nacht.
Da borgt nicht die Hülle des Traumes der Schmerz,
Auf ewig nun stille steht hier das Herz.
Mag's toben da oben und stürmen sehr,
Was kümmert das Toben den Schläfer mehr!