Ehre sei Gott in der Höhe!
M. Reger
Hoch am dunk'len Himmelsbogen
glänzt ein Stern, und lind und sacht
kommt das Glück dahergezogen,
rauscht herauf die heilige Nacht.
Leise zittert's durch die Herzen,
losgelöst von Erdenschmerzen
hebt die Menschheit sich empor;
horch, es tönt der Engelchor:
Ehre sei Gott in der Höhe,
Friede auf Erden
und den Menschen
ein Wohlgefallen.
Neigt der Himmel sich zur Erde?
Wird die Welt zum Paradies?
Daß hier Fried' und Freude werde,
wie's die Engelschar verhieß?
Tannenduft und Weihnachtskerzen!
Gleich erglühn die Menschenherzen!
Jubel ist bei Groß und Klein,
Freude soll auf Erden sein!
Ehre sei Gott in der Höhe,
Friede auf Erden
und den Menschen
ein Wohlgefallen.
Köstlich ist die frohe Kunde.
Alles, was da müd' und krank,
lebt nun auf! Aus Engelsmunde
kommt ja dieser Jubelsang,
Gnadenzeit voll süßer Wonnen,
Christfest, jugendfrischer Bronnen,
Jubel ist bei Arm und Reich;
nun sind alles Menschen gleich!
Ehre sei Gott in der Höhe,
Friede auf Erden
und den Menschen
ein Wohlgefallen.