Gäb's ein einzig Brünnelein

M. Reger

Gäb's ein einzig Brünnelein

auf der weiten Erden,

mancher litte Durstes Pein

ohn' erlabt zu werden.

Aber Brünnlein ohne Zahl

laden ein zum Genusse,

springen von Gebirg zu Tal

lustig hin zum Flusse.

Gäb's ein einzig Bürschlein gut

auf der weiten Erde,

da verzagte wohl der Mut

mancher Jungfrau werte.

So giebt's Bürschlein auch genug.

Du bist nicht der eine,

dünkst dich schön und gar so klug,

bist's nicht den ich meine.