Präludium
M. Reger
Sturm, wie lieb ich dich, wilden Gesellen,
Wenn die schäumenden Wellen am Kliff zerschellen,
Wenn die Wolken zerfetzt am Himmel jagen,
Wie ein Feind gehetzt, versprengt, geschlagen.
Die Wälder stöhnen in furchtbaren Wehen,
Dazwischen das Höhnen: Vergehen, Vergehen!
Um die Türme rast du und schreckst die Wächter,
In die Glocken faßt du mit grausem Gelächter:
Ich bin der Geist über Leben und Tod,
Meine Fackel gleißt wie das Abendrot,
Meine Stimme gellt wie der Wille der Macht,
Mein ist die Welt und die stille der Nacht,
Wenn mein Blitzbeil fällt, wie das knattert und kracht!
Ha! Ha! Ha! Ich bin der König!