Wehe
M. Reger
Dröhnende Hämmer in rußiger Hand,
Sprühende Funken, verlodernder Brand,
Keuchendes Drängen bis tief in die Nacht,
Keuchende Brust in endloser Qual
Aber dann wehe, wehe der Macht!
Funkelnder Ampeln verschatteter Schein,
Trunkenes Toben, goldperlender Wein.
Lächelnde Sünde in gleißendem Glanz,
Heißa, Trompeten zum Tanz, zum Tanz!
Schamlose Schönheit mit leuchtendem Blick,
Knisternde Seide, verzückte Musik;
Purpurne Gürtel auf weißem Gewand,
Purpurne Gürtel in zitternder Hand.
Dröhnender Hämmer gewaltiger Takt,
Hei, wie die Zange, die glühende packt!
Surrende Räder wann endet die Nacht?
Aber dann wehe, wehe der Macht!