Für Kaiser und Reich
M. Scharf
In den Jahren der Schmach, in den Jahren der Noth
Erscholl erst leiser und leiser,
Dann lauter, als wolle er wecken von Tod
Die Kraft, die so zeitig, so ruhmlos verloht,
Der Ruf nach dem Reich und dem Kaiser!
Die Jahre verrauschten, die Jugend ward alt,
Und das Alter ward müder und greiser.
Da brauste ein Sturm durch den Wasgenwald,
Das harrende Sehnen gewann nun Gestalt:
Wir haben das Reich und den Kaiser!
Zu Beiden zu stehen im Glück wie in Noth,
Das schwören wir heute, Allweiser!
Wohin uns auch stelle der Pflichten Gebot,
Wir besiegeln die Treue bis in den Tod:
Gott schirme das Reich und den Kaiser!