Du meiner Jugend süsser Schein

M. Schweikert

Du meiner Jugend süßer Schein

ruhst längst in kühler Erde;

es wandern um dein Häuselein

der Hirt und seine Herde,

als müsste das so sein.

Am Kreuze lehnt der Weidestab,

umsummt von tausend Bienen;

die Lämmlein stehn auf deinem Grab

in Ros' und Rosmarien

und weiden auf und ab.

Es müssen wohl die Engelein

dich noch viel lieber haben,

dass sie der Herzgeliebten mein

so früh das Grab gegraben

als müsste das so sein.