Meine Geige
M. Schweikert
Meine Geige, deine irren Töne
sind wie Klagen, schluchzend um ein Grab.
O, du suchst nach jenes Liedes Schöne,
das ich längst, ach längst vergessen hab'!
Suchst und suchst nach diesen alten Klängen,
die mein Sehnen einst so süß gebannt,
als noch nicht der Leute laute Mengen
uns'rer Träume jungen Bund gekannt,
als noch rings des Heimatgartens Zweige
jauchzen hörten dich und mich allein.
O mein Liebling, meine fromme Geige,
komm, wir wollen wieder einsam sein!