Meine Hoffnung

M. Schweikert

Meine Hoffnung war ein wildes Kind,

Sprang leicht aufs Roß zur Zeit

Und ritt um die Wette mit Wolken und Wind

Und stürzte und kam zu Leid.

Meine Hoffnung ward von stillem Sinn

Und sah im Abendglühn

In allen Fernen, die Träumerin,

Die Wunder der Zukunft blühn.

Nun ist sie eine herbe Frau,

Weiß ein Menschengeschick,

Nur manchmal unter der Braue Grau

Flammt heimlich noch ihr Blick.