O gäbs doch Sterne

M. Seith-Böhm

O gäbs doch Sterne, die nicht bleichen,

wenn schon der Tag den Ost besäumt;

von solchen Sternen ohnegleichen

hat meine Seele oft geträumt.

Von Sternen, die so milde blinken,

daß dort das Auge landen mag,

das müde ward vom Sonnetrinken

an einem goldnen Sommertag.

Und schlichen hoch ins Weltgetriebe

sich wirklich solche Sterne ein, -

sie müßten der verborgnen Liebe

und allen Dichtern heilig sein.