Herbstlied
M. Stange
Eh' der Herbstwind heult um's Dach,
Sind die Vögel aufgebrochen.
Blatt und Blüten, die verwehen,
Mögen sie nicht fallen sehen.
Bange Wochen
Folgen nach.
Lieber schweigen, Spiel und Scherz,
Die wir pflegten froh gemeinsam.
Wie gewonnen sind zerronnen
Auch der holden Liebe Wonnen.
Ernst und einsam
Ward das Herz.
Lebenslust und Kraft verloht.
Nebelhauch umhüllt die Sterne,
Und die Hoffnung geht zur Neige.
Durch die raschentlaubten Zweige
Grüßt von ferne
schon der Tod.