Silbernebel
M. von Kralik
Leise, liebe, stille Töne schweben silbern um mein Ohr,
Und in unverwelkter Schöne tritt dein Bildnis mir hervor.
Aus den blassen Georginen, aus der Sonnenblume Gold
Schaut mit kinderreinen Mienen nun dein Antlitz gut und hold!
Und vergessen ist die milde, Sommerschwere schwüle Zeit.
Eine grosse, reine Milde hat den Morgen neu geweiht.
Un dich geh in diesen Tagen durch ein kühles, sanftes Licht
Ohne Jubel, ohne Klagen, segnend, nur dein Angesicht.