Tod?

M. von Kralik

Wo die Pappeln rauschen,

wo der Herbst sich legt aufs Tal,

wo die Raben krächzen schrill,

küss' ich dich noch einmal.

Sollst um mich nicht bangen

wenn zur Nacht der Schlaf dich flieht,

wenn die Käuz' dich schrecken,

wenn dein Traum mich todwund sieht.

Tod? den gibt's doch nimmer

hüben auf der schönen Welt!

Leid und Tod weckt Leben,

Ruhm und Kraft sei'm Volk, wer fällt!

Sollt' ich nicht mehr kommen,

find' die Lieb' mich, wo ich lieg'.

Waldwärts zieh'n die Raben,

Frühling meld' dir Öst'reichs Sieg.