Nachtstille

M. von Weinzierl

Still ist die Nacht.

Die Wolkenschatten schweben

Über die mondbeglänzte Fläche,

Im duftenden Busche schlägt

Die Nachtigall,

Im Kelch der schwellenden Rose schlummert

Wonnetrunken der Falter;

Mein eigenes Herz pocht

In ungestillter Sehnsucht --

O, könnt' ich an deinem Herzen ruh'n,

Geliebte,

Ich vergässe Alles, Welt und Gott,

Und dächte nur Dich.