Einst thät ein Lied erklingen
M. Wurm
Einst thät ein Lied erklingen,
Du weißt nicht wann — nicht wo —
Nun hörst Du's wieder singen,
Da wird Dein Herz so froh
Da siehst Du's Dich umschweben,
Es macht Dich wieder jung,
Ein längst vergeßnes Leben
In der Erinnerung.
Es wohnten einst die Sterne
In Deines Herzens Raum,
Nun leuchten sie von ferne
Und küssen Dich im Traum.
Die Sterne sind die Stunden,
Die einstmals uns erquickt,
Nach denen, nun verschwunden,
Das Herz voll Sehnsucht blickt.
Solch einer lieben Stunde
Gedenk ich heut so gern,
Mein Herz aus tiefstem Grunde
Schaut auf nach jenem Stern.
Es grüßt ihn, ach, so heiter
Es winkt ihm freudig zu —
Du Stern, Du leuchte weiter
Bis in die ewge Ruh!