Gedenke mein
Mario Castelnuovo-Tedesco
Gedenke mein, wenn ich gegangen bin,
gegangen bin ins ferne stille Land;
wenn du nicht mehr mir halten kannst die Hand,
noch ich mehr zaud're, bleib' ich, fahr' ich hin.
Gedenke mein, nie mehr kannst fürderhin
du täglich mir das Morgen, fest geplant,
auftun: gedenke mein; und hab' erkannt,
dass dann dein Sorgen, Bitten ohne Sinn.
Doch solltest länger du vergessen mich
und später dich erinnern, traure nicht:
denn fällt trotz Dunkel und Verfall ein Licht
auf einen Gran Gedanken, die einst mein,
wärst besser heiter du, vergäßest mich
als im Gedenken meiner traurig sein.