Der bescheidene Schäfer
Max Reger
Mein Schäfer, ach! der ist bescheiden!
Er liebt mich, zärtlich liebt er mich;
Der Inbegriff von seinen Freuden,
Sagt er mir öfters, sei nur ich.
Doch ist er allezeit bescheiden.
Jüngst ließ die Mutter uns alleine:
Was denkst du, ist alsdann geschehn?
Da stand er starr gleich einem Steine,
Guckt in den Hut und wollte gehn;
Und ach, wir waren ganz alleine!