Auf dem Teich, dem Regungslosen

Max von Weinzierl

Auf dem Teich, dem Regungslosen,

Weilt des Mondes holder Glanz,

Flechtend seine bleichen Rosen

In des Schilfes grünen Kranz.

Hirsche wandeln dort am Hügel,

Blicken in die Nacht empor;

Manchmal regt sich das Geflügel

Träumerisch im tiefen Rohr.

Weinend muß mein Blick sich senken;

Durch die tiefste Seele geht

Mir ein süßes Deingedenken,

Wie ein stilles Nachtgebet.