Lebewohl

?, Mrs. Thistlethwayte

Lebe wohl! Wenn je ein brünstig Flehen

Der Lieb' zum günst'gen Himmel drang,

Wird meines nicht verloren gehen,

Das sich für dich der Brust entrang.

Was soll ich seufzen, weinen, klagen?

Mehr als aus Augen tief und hohl

Der Reue blut'ge Tränen sagen,

Mehr sagt das Wort: leb' wohl! leb' wohl!

Die Lipp' ist stumm, das Auge trocken,

Doch in der Brust wacht stets der Schmerz.

Die Wang' erbleicht, die Pulse stocken,

Und immer matter schlägt das Herz.

Es schleudern das Geschickes Wellen

Mein Lebensschiff zum fernsten Pol,

Und meiner Seele Schmerzen quellen

Nur aus dem Wort: leb' wohl! leb' wohl!