Sei stille mein verzagtes Herz

N. Medtner

Sei stille, mein verzagtes Herz,

Du Seele, schwer von irdschem Kummer.

Ach, wie du zitterst an der Schwelle

zu jenem andern, fremden Sein.

Unruhig bangst du Tag für Tag

Vorm Widerspruch der beiden Welten.

Im Schlaf faßt dich ein seltsam Ahnen,

als träf dich Ruf aus Geistermund.

Entfache eine heil'ge Flamme

In meinem unruhvollen Herzen,

Das, wie Maria, sich versenken will

In seinen Heiland ewiglich.