Was fragst du nach dem Namen mich?
N. Medtner
Was fragst du nach dem Namen mich?
Verrinnter doch wie eine Welle,
Die mehr und mehr dem Ufersaum entschwindet;
Verhallt wie Ruf zu nächtger Stund.
Schon bald verlöscht in der Erinnrung
seine matte Spur, verlöscht, wie die
Verblaßte Schritt, geritzt, in Grabesstein,
Die Sprache unbekannt, uralt.
Dahin! Vergessen lange schon
Im ew'gen Wechsel dieses Erdenseins.
Wie könnt' mein Name noch in dir
Erwecken süßer Träume Seligkeit.
Doch wenn dereinst dir Kummer naht,
So ruf nach mir in Not und Qual
Und sprich: Ich weiß es schlägt ein Herz für mich,
ein Herz, das still mein Bild bewahrt.