Bei einer Rose

N. von Krufft

Schönste der Blumen, die der Lenz beschert,

Keine der Schwestern, keine gewährt

Aus dem süssen Schosse

Düfte wie du, zyprische Rose!

Himmlische Liebe! Götterseligkeit!

Keine Empfindung,

Keine beut deine Seligkeit.

Eine Rose so viel Dornen,

Eine Liebe, so viel Schmerzen!

Die Rose verblüht,

Doch der Winter verschont die Dornen alle.

Die Liebe sie flieht,

Im Herzen wohnt bleibende Qual.

Die Liebe flieht,

Im Herzen bleibt die Qual.