Herbsttag

O. Baumann

Wald läßt die Blätter sinken,

Talnebel hängen schwer,

Es hat der Strom kein Blinken,

Der Wald kein Rauschen mehr.

Da kommt der Sturm gepfiffen

Und schüttelt lichtes Haar

Und fegt mit festen Griffen

Das Land vom Nebel klar.

Er schont nicht Laub nicht Äste,

Nichts Hübsches ist ihm wert,

Der Vogel bangt im Neste,

Der Bauer friert am Herd.

Räum auf und brich in Scherben,

Was nimmer halten mag,

Und reiß aus Nacht und Sterben

Empor den lichten Tag!