Frühlings Einkehr
O. Fischer
Zarte Anemonensprießen
aus der Wiese erstem Grün,
und die ersten Veilchen grüßen,
und die bunten Primeln blüh'n.
Alles ruft dem Frühling zu:
„Komm, o komm, was säumest du?“
Sonnenschein auf allen Wegen,
Lüfte wehen mild und weich,
tausend junge Keime regen
sich im knospenden Gezweig.
Alles ruft dem Frühling zu:
„Komm, o komm, was säumest du?“
Horch, welch' wonnevolle Töne
flöten durch den stillen Hain?
Schnell in seiner ganzen Schöne
nun erst zieht der Frühling ein.
Nachtigall, sie singt ihm zu:
„Frühling, o wie schön bist du!“