Im Winter

O. Langhans

Durch wirbelnden Schnee, durch den Flockentanz

Wer kommt dort gegangen?

Die Aeugelein sie funkeln in fröhlichem Glanz,

Voll fröhlicher Glut sind die Wangen;

Schon hör' ich es klingen zum Fenster hinauf:

Schließ auf deine Thüre, das Herze schließ auf,

Mein Liebster!

Sie rüttelt und schüttelt sich in der Rund,

Die Flocken, sie fliegen:

Es half mir in treuem und heimlichem Bund

Gott Amor den Winter besiegen.

Ab wirft sie den Mantel, den Federhut:

Wie schlägt mir das Herz voll Frühlingsmut,

Mein Liebster!

Und durch die Wolken ein Sonnenstrahl

Fährt leuchtend hernieder.

Das ist der Frühling, er schwingt sich ins Thal,

Auf herrlichem goldnem Gefieder!

Hochzeitliches Kränzlein im Frühlingsschein,

Nun wächst es voll Veil mir und Rosmarein,

Mein Liebster!