Kränze

O. Schmidt

Von Kränzen, die gewunden

In unser Dasein sind,

Sind die einen aus Rosen gebunden,

Die andern aus Dorngewind.

Auf stolzen Locken blühen

Die Rosen voll goldenen Thau's,

Doch welken sie bald und sprühen

In dunkle Nacht hinaus.

Hascht irgend ein Verlorner

Solch Blatt, das im Winde zerstiebt,

So denkt er, o Glückgeborner,

Auch ich ward einst geliebt!